Sie wollen Ihre Ankleide planen, haben aber keine Ahnung, wo Sie anfangen sollen? In Ihrem Kopf türmen sich Fragen: Wie viel Platz brauche ich? Welche Anordnung macht Sinn? Wie viele Teile passen da rein? Keine Sorge. Atmen Sie einmal tief durch – wir führen Sie Schritt für Schritt.
So starten Sie ohne Stress
Messen, was da ist: Einmal den Raum skizzieren, Wandlängen notieren, Türen/Fenster eintragen – fertig. Schon diese Mini-Skizze entscheidet, ob I-, L- oder U-Form passt.
Zählen, was hinein soll: Ungefähr, nicht millimetergenau. Mehr Hängekleider oder mehr Faltteile? Das lenkt Ihr Budget in die richtige Zone (Stangen vs. Fächer/Schubladen).
Die wichtigsten Maße – einfach erklärt
Schranktiefe 55–60 cm: Das ist der bewährte Bereich, in dem Bügel und Kleidung locker Platz haben – nichts klemmt, Türen schließen sauber. Schlanker geht selten sinnvoll.
Begehbar ab ca. 120 cm Gesamttiefe: Rechnen Sie grob 60 cm Schrank + 60 cm Gang. Komfortabler wird’s, wenn der Gang eher Richtung ~90 cm geht – dann rempeln Sie nicht ständig die Jacken an.
Gangbreite: Minimum ~60 cm, angenehm ~90 cm: 60 cm funktioniert in schmalen Nischen, ~90 cm fühlt sich sofort großzügiger an – besonders, wenn man zu zweit hineinmöchte.
- Kapazität pro Meter Stange: Rechnen Sie ~25 Teile pro Meter. Das ist kein Gesetz – aber ein ehrlicher Richtwert, mit dem Sie schnell überschlagen können.
Laufwege & Layouts – welche Form passt zu Ihrem Raum?
I-Form (einseitig): Ideal für Nischen oder kleine Zimmer. ~60 cm Gang sind machbar; ~80–90 cm fühlen sich angenehm an. Wenn’s knapp ist: lieber einen Vorhang statt einer Tür planen – der nimmt weniger Platz.
Zweiseitig/U-Form: Zwei gegenüberliegende Schrankzeilen? Dann kalkulieren Sie ~60 cm je Seite + ~90 cm Gang = ~210 cm Raumtiefe. Klingt viel – verhindert aber, dass Ärmel beim Vorbeigehen streifen.
- Extra entspannt (optional): Wer mit Kinderwagen, Rollstuhl oder „großen Wintermänteln + Sporttasche“ plant, freut sich über ~150 × 150 cm Wendefläche an einem Punkt. Es ist einfach… entspannter.
Zonen, die Ordnung schaffen (und morgens Zeit sparen)
Hängezone: Teilen Sie kurz & lang. Hemden/Blusen ~80–100 cm, kurze Kleider/Sakkos ~120 cm, lange Kleider/Mäntel ~160–190 cm. Wer viel Kurzes hat, nutzt „Double-Hang“ (zwei Stangen übereinander) und verdoppelt die Kapazität auf derselben Fläche.
Faltzone: Flache Fächer sind die wahren Helden. ~25 cm für T-Shirts, ~30 cm für Pullover/Hosen – so kippen Stapel nicht, und Sie sehen sofort, was da ist.
- Schuhzone: Für die meisten Schuhe funktioniert eine Tiefe ab ~30 cm prima; Stiefel bekommen ein höheres Fach. Wenn der Raum knapp ist, helfen flache Auszüge oder Schrägeböden.
Realistisch planen – wie viel passt wirklich rein?
Pro 80 cm Fachbreite schaffen Sie meist drei T-Shirt-Stapel oder rund vier Paar Schuhe nebeneinander. Das ist eine einfache Daumenregel für den ersten Entwurf.
Ordnung ohne Perfektionismus: Mischen erlaubt! Ein Bereich für „Heute/Diese Woche“, der Rest kategorisiert. So bleibt’s im Alltag entspannt.
Kurz-FAQ
Ab ~120 cm Gesamttiefe (ca. 60 cm Schrank + 60 cm Gang) wird’s sinnvoll begehbar. Darunter müssen Sie eher schräg in den Schrank greifen, was im Alltag nerven kann.
~60 cm funktioniert als Minimum in schmalen Nischen, ~90 cm fühlt sich deutlich komfortabler an – vor allem, wenn zwei Personen gleichzeitig hineinmöchten.
Offen wirkt luftig und spart Tiefe. Türen schützen besser vor Staub und sehen aufgeräumt aus. Wenn’s knapp ist, ist ein Vorhang der charmante Platzsparer.
Zählen Sie grob, was hängt vs. liegt. Als Daumenregel: ~25 hängende Teile pro Meter Stange; für Faltware lieber mehr flache Fächer als wenige hohe – dann bleibt alles übersichtlich.
Kein Drama: Setzen Sie auf einseitige Lösungen (I-Form), schiebetüren/schiebbare Vorhänge, flache Auszüge für Schuhe und mehr Faltzonen. So bleibt der Gang frei – auch wenn’s kuschelig wird.
Fazit: Mit ein paar verlässlichen Maßen und einer klaren Zonierung ist Ihre Ankleide kein Hexenwerk – eher ein freundlicher Tetris-Level, den man mit System gewinnt. Und wenn Sie möchten, planen wir das gemeinsam: von der Skizze bis zum fertigen Raum.
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